
Schnecke im Garten
Einer Schneckenplage im Garten muss man nicht hilflos gegenüber stehen. Hier sind 10 Tipps zur Schneckenbekämpfung. Mit ein bisschen Kreativität kann man Schnecken auch ökologisch ohne Gift bekämpfen.
Die meisten Probleme hat man mit Schneckenarten, die aus anderen Ländern zusammen mit exotischen Pflanzen in heimische Gärten eingeschleppt wurde (vor allem die Spanische Wegschnecke/Kapuzinerschnecke) - sie haben hier nämlich keine Fressfeinde und vermehren sich daher weitgehend ungestört. Vielleicht erklären die unterschiedlichen Schneckenarten, warum einige Gartenbesitzer mit einer Methode sehr gute Erfahrungen machen, während sie bei anderen wirkungslos bleibt. Um ein bisschen herumexperimentieren wird man nicht herumkommen. Oft wirkt es am besten, wenn man verschiedene Methoden kombiniert.
- Schneckenfallen. Schnecken kann man leicht anlocken, indem man zum Beispiel umgedrehte Grapefruitschalen auf den Boden legt. Die leert man dann jeden Tag. Auch Rindenschalen in Gemüsebeeten bieten Schnecken Unterschlupf und man kann sie dort leicht einsammeln. Aus solchen Unterschlüpfen oder auch direkt vom Beet sammelt man Schnecken am leichtesten abends gegen 23 Uhr ein - auch wenn es ein bisschen blöd aussieht mit der Taschenlampe. Bei starkem Schneckenbefall wird man ums Absammeln nicht herumkommen. Manche Leute stellen als Schneckenfalle ein Glas mit Bier oder eingeweichten Haferflocken auf. Die Schnecken werden davon angelockt, kriechen rein und kommen nicht mehr raus. Dabei muss man allerdings darauf achten, dass man mit der Falle nicht die Schnecken aus der ganzen Nachbarschaft anlockt.
- Schneckenkorn. Leider giftig und nicht geeignet, wenn zum Beispiel Kinder im Garten spielen (weil sie das Schneckenkorn in den Mund nehmen und sich daran vergiften könnten). Auch für Haustiere und andere Tiere ist Schneckenkorn giftig.
- Schneckenzaun. Viele Gartenbesitzer haben gute Erfahrungen mit Schneckenzäunen gemacht. Ein Schneckenzaun setzt natürlich voraus, dass man den Garten vorher von Schnecken befreit hat. Er verhindert, dass aus anderen Gärten Schnecken nachwandern.
- Vaseline. Klingt komisch, aber man kann oben um Pflanzentöpfe herum Vaseline schmieren, dann rutschen die Schnecken ab.
- Indische Laufenten. Eine etwas ungewöhnliche, aber sehr ökologische Idee: Laufenten fressen Schnecken. Wenn der eigene Garten groß genug ist, kann man ein Paar Laufenten darin halten. Man sollte sie die Schnecken aber selbst suchen lassen, anstatt sie ihnen zu verfüttern, sonst kann es vorkommen, dass sie sie zu hastig verschlingen und sie ihnen im Hals stecken bleiben. Zudem brauchen sie einem kleinen Teich (eine ausgediente Badewanne genügt) und eine artgerechte Haltung. Dafür hat man an ihnen sehr nette Gartengenossen. Leider scheinen sie nicht alle Schneckenarten zu fressen.
- Igel, Kröten und Blindschleichen. Natürliche Fressfeinde der Schnecken sind zum Beispiel Igel, Kröte und Blindschleiche. Empfehlenswert ist es also, diese Tiere im Garten zu fördern, d.h. ihnen einen geeigneten Lebensraum zu schaffen. Der Igel zum Beispiel liebt ruhige, verwilderte Ecken - man kann eine Ecke des Garten verwildern lassen und hoffen, dass sich ein Igel einfindet.
- Sägemehl, Streu und Kalk. Rund um die Beete kann man eine breite Schicht aus Sägemehl und Kalk streuen. Schnecken vermeiden raue Oberflächen wie Sägemehl, und der Kalk verätzt ihre Sohle. Bei Regen muss man diese Methode allerdings mehrfach wiederholen.
- Kaffee. Kaffee in geringen Konzentrationen hält Schnecken vom Fressen ab, größere Konzentrationen sind für Schnecken tödlich. Grund dafür ist das Koffein, das als Nervengift wirkt. Man kann entweder Kaffeesatz ausstreuen oder kalten Kaffee über die Pflanzen sprühen.
- Die nützliche Weinbergschnecke. Wichtig zu wissen ist für Gartenbesitzer, dass nicht alle Schnecken Schaden anrichten. Die geschützte Weinbergschnecke (eine “Häuschenschnecke”) ernährt sich überwiegend von totem Pflanzenmaterial und ist sogar nützlich, weil sie bevorzugt die Gelege von Nacktschnecken frisst.
- Kupferdraht im Boden. Aus irgendeinem Grund mögen Schnecken es nicht, wenn man Kupferdrähte im Boden verlegt. Deshalb werden diese inzwischen auch zur Abschreckung von Schnecken verwendet.
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