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Englischer Cottage-Garten

Veröffentlicht am 11. März 2009 von Malin

Cottage-Garten

Cottage-Garten

Der Cottage-Garten hat in Südengland Tradition: gemeint sind die Gärten der Cottages, in denen früher Landarbeiter-Familien wohnten. Hier wachsen Blumen, Heilkräuter und Gemüse bunt durcheinander. Ursprünglich dienten die Cottage-Gärten zur Selbstversorgung mit Gemüse, Obst und Kräutern. Oft hielt man ein paar Hühner im Cottage-Garten, wenn Platz für einen Teich war, manchmal auch Enten oder Gänse.

Heute dienen die Cottages als Sommer- und Landhäuser eher der Erholung und entsprechend wandelten sich auch die Garten. Zwar ist der Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern immer noch ein wesentlicher Aspekt des Cottage-Gartens, inzwischen werden aber verstärkt farbenprächtige Blumen und üppig blühende Stauden angebaut. In Cottage-Gärten findet man daher Strauch- und Kletterrosen, Clematis, Lilien, Rittersporn und Eisenhut, aber auch Lupinen sowie Lavendel, Salbei und andere Kräuter.

Der Cottage-Garten ist kein “ordentlich”, auf den Zentimeter geschnittener und rechtwinkliger Garten. Die Pflanzen entwickeln von selbst ein harmonisches blühendes Durcheinander, gerade so, als hätte die Natur die Beete selbst angelegt. Der Charme des Cottage-Gartens liegt in seiner Ungezwungenheit und Natürlichkeit, die Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen mit ihren zarten Farben und Blüten macht ihn zu einem der romantischsten Gärten. Oft wird ein Rosenbogen, eine Pergola oder auch ein kleiner Pavillon oder eine Laube in den Garten gebaut.

In den Beeten findet man zum Beispiel Löwenmäulchen, Jungfer im Grünen und Levkojen, Stauden wie die Sterndolde, das Tränende Herz und die Wiesenraute. Auch viele Zwiebelblumen findet man im Cottage-Garten wieder: schon früh im Jahr blühen Schneeglöckchen und Krokus, gefolgt von Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen. Auch Gladiolen, Dahlien und Montbretien tragen zum besonderen Charme des Cottage-Gartens bei.

Topfpflanzen im Cottage-Garten

Topfpflanzen im Cottage-Garten

Akzente setzen kann man mit Topfpflanzen, wobei die Töpfe stilecht alte Zinkeimer, Steintröge oder halbierte Fässer sein dürfen. Als weitere Dekoration passen in den Cottage-Garten nur solche Dinge, die gleichzeitig eine Funktion haben wie zum Beispiel eine Gartenbank, eine Gießkanne aus Messing, ein Bauernbrunnen oder eine Wasserpumpe. Gartenfiguren und ähnliche Gartendekoration hingegen passen nicht in den stilgetreuen Cottage-Garten.

Cottage-Garten

Cottage-Garten

Ein Cottage-Garten passt besonders gut zu Fachwerkhäusern, Holzhäusern und Landhäusern. Er ist dem deutschen Bauerngarten ähnlich und nutzt kleine Flächen sehr gut, jedes Fleckchen Erde ist von Pflanzen bedeckt. Die Wege sind malerisch überwachsen. Eingegrenzt wird ein Cottage-Zaun meist von einer Hecke, zur Straße hin oft von einem einfachen Holzlattenzaun. Je nach Gegend werden auch Natursteine oder backsteine verwendet. Auch in die Vertikale sollte man denken: ob Rosenbogen, Spalier oder Kletterpflanzen wie Clematis und Blauregen - all das macht die harmonischen Proportionen des Cottage-Gartens aus.

Fotos von Susie (obere zwei) und the yes man, alle CC-Lizenz.

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Über dieses Blog

Schon einige Zeit habe ich darüber nachgedacht zu bloggen. Doch mein Leben ist zu alltäglich, um darüber zu berichten - ich kann weder eine Weltumsegelung noch die Besteigung von Achttausendern anbieten (ok, da könnte es mit der Internetverbindung auch etwas schwierig werden). Dann merkte ich, dass viele Menschen auf der Suche nach guten Tipps zu Alltagsthemen sind - und weil ich nun mal am liebsten im Garten bin und aus unseren Erlebnissen beim Hausbau einiges berichten kann, entstand "Garten! Haus bauen!".

Malin